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Mehr als ein Hotel: prizeotel Bonn-City eröffnet in Landmarken-Bau am Rhein

Damit werden auch die Anforderungen des Wettbewerbs weit übertroffen, den die Stadt Bonn 2017 für das Grundstück ausgeschrieben hatte. „Wir wollten von Anfang an mehr als nur die geforderte Realisierung eines Hotels. Ziel war es, einen Ort zu schaffen, der Teil der Stadtkultur wird“, sagt Projektleiterin Frederike Krinn, die bei Landmarken die Unit Rhein-Main verantwortet. „Dies nun genauso umgesetzt zu haben, macht uns sehr stolz. Ich finde, es ist das schönste und inspirierendste Hotel der Stadt.“ 
Tatsächlich hat die Budget-Design-Kette prizeotel, deren Markenzeichen die außergewöhnliche Innenraumgestaltung des New Yorker Star-Designers Karim Rashid ist, extra für Bonn ein individuelles Drei-Sterne-Konzept entwickelt. „Wir könnten uns keinen besseren Standort in dieser schönen Stadt wünschen. Man befindet sich mitten im Zentrum, fußläufig zum Bahnhof, die kulturelle Altstadt um die Ecke und den Rhein direkt vor der Nase. Wir sind stolz und dankbar, diese Landmarke betreiben zu dürfen“, sagt prizeotel-Geschäftsführer Connor Ryterski. Karim Rashid hat das Thema Musik sogar ins Interior Design eingebaut. Direkt neben der Beethovenhalle gelegen, zollt das Gebäude somit Bonns berühmtestem Sohn Tribut. Zudem lässt sich prizeotel voll auf das Landmarken-Konzept ein, regelmäßige Musik- und Kulturveranstaltungen anzubieten, z.B. im Foyer mit seiner tribünenförmigen Treppe, oder auf der sich zum Rhein hin öffnenden Außenterrasse, die im Sommer zur Stadtbühne wird.
Mit dem Hotel wurde auch eine Verbindung zwischen Stadt- und Rheinniveau geschaffen, die es so in Bonn noch nicht gibt. „Die Stadt an den Rhein führen“, lautete das Motto, das durch die terrassenförmige Gestaltung der von RMP Stephan Lenzen entworfenen Außenanlagen und durch geschickte Laufwegeführung im und um das Gebäude umgesetzt wurde. Dabei ist die polygonale Figur des Baukörpers keineswegs willkürlich: Die Gebäudekante liegt auf dem Verlauf der alten Stadtmauer. An der Südseite neigt sich die Fassade weg von den bestehenden Wohngebäuden, wodurch auch ein Bestandsbaum erhalten werden konnte. Durch die zurückweichende Anordnung der Fassade zum Rheinufer hin bleibt der Blick auf die benachbarte Beethovenhalle vom Ufer und der Kennedybrücke aus unverstellt. 
214 Betten plus Gastronomie und Rooftop Bar bietet das Haus auf ca. 9.600 Quadratmeter BGF. Der Luftschutzbunker, der auf dem Grundstück stand, wurde in das architektonische Konzept integriert, anstatt ihn vollständig abzureißen. Die ehemalige Bunkersohle bildet nun die Tiefgarage, eine neue Bunkerebene ermöglicht Nebenflächen für Hotel und Gastronomie. Eine nachhaltige Lösung, die nicht nur das Baustoff- und Bauabfallvolumen reduzierte, sondern auch Belastungen für die Anwohner durch den Rückbau minimierte.
„Mit seinem kulturellen Angebot erweitert das prizeotel die Musikmeile von Oper und Beethovenhalle um einen weiteren Baustein“, sagt Frederike Krinn. „Unser ökologisches und mehrwertschaffendes Konzept, das im Wettbewerb mit großem Abstand zum Sieger gekürt wurde, hat schon damals Antworten auf die heute vielbeachteten ESG-Kriterien gegeben.

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